Ich denke, also bin ich

Wohl die meisten von uns kennen die Aussage von René Descartes „Ich denke, also bin ich“, im lateinischen original „cogito, ergo sum“.

Indem ich denke, mache ich mir Meiner Existenz bewusst. Doch gehen wir hier etwas weiter was ist, wenn ich nur bin, wenn ich denke? Dann bin ich, in weiterer Konsequenz, das was ich denke.

Denke ich also „ich kann es nicht“, dann habe ich Recht, dann werde ich es auch nicht können. Denke ich „ich kann es“, dann werde ich es auch können. Dies heißt nicht, dass es auf Anhieb funktioniert, aber ich gehe davon aus, dass ich es kann, also werde ich es auch können und schaffen.

Wir erschaffen uns und unsere Realität selbst. Menschen die an sich glauben, nehmen Beispielsweise Misserfolge und Rückschläge auch gar nicht als solche wahr. Menschen, die nicht an sich glauben und alles negativ sehen, werden selbst Erfolge nicht als Erfolge ansehen, sondern höchstens nicht als negativ. Negative Dinge hingegen ziehen Sie dagegen richtig an und sehen auch nur diese. Denn auch dies ist alles eine Frage der Sichtweise.

Wenn Sie sich beispielsweise schon mal ein Auto gekauft haben, fällt es Ihnen auf einmal auf, wenn Sie solch ein Auto auf der Straße sehen, was Ihnen vorher aber nie aufgefallen ist.  Oder Sie haben sich ein neues Kleidungsstück gekauft, dann wird es Ihnen bei jeder Person auffallen, die dasselbe trägt.

Es ist alles oft nur eine Frage der Sichtweise und des Fokus. Nehmen wir ein großes Bild, hier sind viele Dinge darauf zu sehen, eine Familie die zusammen Eis isst, spaß hat und glücklich ist. Menschen beim Essen, Kinder die Baden, ein Mann der ,mit seinem Hund spielt, eine Frau die in einen Hundehaufen getreten ist, Vögel auf Bäumen, ein Dieb der einer Frau die Tasche stiehlt und ein Kind das auf dem Boden liegt, weil es mit dem Fahrrad gestürzt ist.

Was sticht Ihnen hier zuerst ins Auge, bzw. was bleibt bei Ihnen haften? Es sind die verschiedensten Situationen vertreten, positiv wie negativ, dies macht das Leben aus. Es ist nie alles nur gut oder alles nur schlecht. Wenn Sie aber eine Schablohne nehmen, über dieses Bild legen und immer nur ein Teilbereich des Bildes zu sehen ist, werden Sie immer nur einen Teil des Ganzen sehen. Die Frage ist dann nur, fokussieren Sie sich auf das Positive oder negative. Einen Fokus setzen zu können, ist grundsätzlich auch etwas Gutes und auch sehr wichtig. Wer aber immer nur mit einem Fokus herumläuft, verpasst den Rest des Lebens und das Ganzheitliche.

Als Kind hatte ich einen Comic in der Hand, darin enthalten war ein Bild, auf dem man auf den ersten Blick, nicht wirklich etwas erkennen konnte, außer vielen bunten Farben. Dabei waren dann noch verschiedenfarbige Folien, hat man solch eine darüber gehalten, hat man auf einmal etwas erkannt. Je nachdem ob man die gelbe, die rote oder die blaue Folie über dieses Bild gehalten hat, hat man eine andere Figur gesehen.

Dies ist wie im Leben, die Frage ist nur, welchen Filter haben wir vor Augen, was wollen wir sehen?

Wir sehen in der Regel nur das, was wir auch sehen wollen, auch wenn wir theoretisch etwas anderes sagen. Unser Unterbewusstsein steuert sehr viel, wenn wir davon ausgehen, dass wir nie glück haben, dann werden wir dieses Glück auch nie zulassen. Situationen, die uns enttäuschen könnten, vermeiden wir. Damit meine ich aber nicht, dass wir von dem Verhalten der anderen enttäuscht werden, denn oft muss genau diese Enttäuschung stattfinden, damit wir unterbewusst nicht enttäuscht sind und unser negatives denken zufriedengestellt und bestätigt wurde. Denn gehe ich davon aus, dass ich nur wieder von jemandem enttäuscht werde, eine Absage bei einem Job bekomme, bin ich zwar vielleicht erstmal enttäuscht, kann dann aber wiederrum sagen, ich hatte  Recht und ich werde immer nur enttäuscht.

 

Wieso also auf das Negative programmieren, wenn es auch auf das positive geht? Erwarten Sie hier aber keine Wunder, ihr Unterbewusstsein ist kein Schalter der sich einfach so mit einem Klick umstellen lässt. Dies ist ein Prozess und benötigt einfach etwas Zeit, es ist auch in Ordnung mal wieder in alte Denkweisen zurückzufallen, solange Sie es bemerken und wieder davon wegkommen.

Machen Sie sich hierzu Ihrer Schwächen bewusst, denn nur wenn man etwas annimmt, kann man auch daran arbeiten und etwas verändern.

Akzeptieren, loslassen und neu erschaffen. Klingt im ersten Moment nach wenig, dennoch scheitern viele daran, da Sie hier wieder den sofortigen Wandel erwarten, dieser aber eben nicht sofort eintritt, wird alles wieder verworfen. Der Grand Canyon entstand auch nicht in einem Tag und Sie sollten sich bewusst sein, dass man nie ausgelernt hat und sich immer verändern und weiterentwickeln kann.

Sie werden aber von anderen so gemacht sagen Sie? Stimmt, wir alle erleben äußere Einflüsse, dies fängt schon in der Kindheit an, aber jeder entscheidet selbst was er denkt. Schieben Sie die Schuld und die Verantwortung nicht auf andere ab, lernen Sie Eigenverantwortung zu übernehmen, vor allem für Ihr eigenes Denken, denn was Sie denken, entscheiden alleine Sie. Niemand kann Ihnen Ihre Gedanken nehmen, man kann Sie ihnen vorgeben, ob Sie diese Gedanken aber zu Ihren eigenen machen, liegt an ihnen.

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