Januar 11, 2016

Theorie und Praxis

Theoretisches Wissen wird heutzutage völlig überbewertet. Es kommt nicht mehr darauf an was jemand kann, sondern was auf dem Papier steht.

Dabei ist es möglich, dass Menschen mit sehr großem Potential keine Chance bekommen, da sie einfach Macher sind und nicht nur auswendig lernen. Hier kann es sogar sein, dass man einen Mitarbeiter einstellt, der sehr gute Schulnoten und das Studium bestens abgeschlossen hat, der dieses theoretische Wissen aber in der Praxis gar nicht einsetzen kann oder will. Nehmen wir beispielsweise einen Auto-Prototypen auf einer Messe:  Diese Autos sehen ja oft gut aus, haben teilweise aber gar kein Innenleben oder keine Funktion. Dies passiert auch im Berufsalltag. Sehr oft habe ich schon erlebt, dass Menschen nicht in die Firmen passen oder die Erwartungen der Firma an den Mitarbeiter nicht eingehalten wurden.

Wozu muss beispielsweise ein Mensch, der sich auf einen Job bewirbt, bei dem er körperlich und technisch arbeiten muss, eine perfekte Bewerbung schreiben können? Muss diese Person in seinem Arbeitsalltag kreative und überzeugende Texte schreiben können? Was nützt es jemanden einzustellen, der sich auf dem Papier gut ausdrücken kann, jedoch zwei linke Hände hat, sich diese nicht schmutzig machen möchte oder die anderen Mitarbeiter mobbt?